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Wiesn Premiere Presserundgang

Im Laufe der letzten Jahre befassten wir, Otto und Johanna Heckl, uns immer intensiver mit Bio-Produkten. Für die Wies’n 2003 haben wir uns nun entschlossen, nahezu alle Speisen und Getränke in Bio-Qualität anzubieten.

Dies umfasst dann praktisch alle Bereiche – bis hin zum Ketchup. Besonders hilfreich ist hier die enge Zusammenarbeit mit Bioland, dem bundesweit größten Zusammenschluss für Biobauern. Wir versuchen, möglichst viele unserer Produkte in Bioland-Qualität anzubieten: Bioland-Richtlinien sind in vielen Bereichen noch strenger als die EU-Bio-Gesetzgebung. Als Bioland-Kooperationspartner wurden wir von Bioland zertifiziert. Eine unabhängige Öko-Kontrollstelle überwacht die Einhaltung der verschiedenen Bestimmungen.
Zitat aus der Bioland-Pressemappe zum Oktoberfest 2003;

Alles bio – oder was?

Alles echt bio! Bei uns gilt: Dort, wo bio draufsteht, bekommt unser Kunde auch echt bio. Ohne Ausrede – zu 100 Prozent.

Bio-Bratwurst und Bio-Sauerkraut – nur eine nette Marketing-Idee?

Nein – denn das wäre ja ein elementarer, schmerzhafter Verstoß gegen unseren ersten Leitsatz, der sagt „Der Kunde ist bei uns König“. Lieferant für unser Bio-Fleisch ist die Bio-Metzgerei Pichler aus Gräfeling, der Bio-Senf und das leckere Bio-Sauerkraut stammen von der EPOS GmbH aus Grafing bei München. Heben Sie es schon probiert? Es schmeckt einfach lecker!

Das Vertrauen der Verbraucher in Bio-Produkte ist schwer erschüttert worden. Sind Sie sicher, dass bei Ihnen überall „Bio“ drin ist, wo „Bio“ drauf steht?

Wir haben den Nachweis unserer Lieferanten und sehen dieses Thema auch ganz eng – da gibt es keinen Interpretationsspielraum! Es stimmt, dass es Skandale und Probleme mit dem Begriff „bio“ gab – windige Geschäftemacher haben Schindluder damit getrieben, den Kunden und den Verbraucher betrogen und auf die schnelle Mark gesetzt. Davon distanzieren wir uns mit allem Nachdruck!








Otto und Hanni Heckl beantworten die Fragen


Josef Wetzstein,
Geschäftsführer des
Bioland Landesverbandes Bayern e.V.

 
 

Haben Bio-Produkte auf dem Volksfest überhaupt eine Chance?

Wir glauben daran! Natürlich ist es ein unternehmerisches Wagnis – aber wir sind vom Erfolg überzeugt. Qualität sticht immer. Oder nicht?

 
 

„Bio“ hat seinen Preis. Was kostet bei Ihnen die Bio-Bratwurst?

Vier Nürnberger Bio-Bratwürste, garniert mit Bio-Senf und in der frisch gebackenen Bio-Semmel, kosten bei uns drei Euro.

 
 

Sind Sie auf dem Münchner Oktoberfest der einizge Anbieter mit Bio-Bratwürsten?

Die Bio-Schmankerl-Speisekarte auf der Wies’n umfasst heuer 14 Betriebe – da sind auch Süßwaren mit dabei. Außer unserem Betrieb gibt es noch zwei Kollegen hier auf der Theresienwiese, die ebenfalls die Bio-Bratwurst anbieten. Wir sind allerdings das einzige Geschäft, dass das komplette Sortiment auf Bio-Produkte umgestellt hat! Vor vier Jahren regte die Stadt München und die Festleitung den Verkauf von Bio-Produkten an.

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Hat „Bio“ in Ihren Augen Zukunft?

Absolut! Dieses Angebot wird auch in Zukunft seine Käuferschicht finden. Es gibt eine Nachfrage dafür.

Wie reagiert das Publikum? Gewinnt beim Wettrennen am Rost die biologisch hochwertige Ware oder der schmale Geldbeutel?

Wir bieten auf unserem Rost nur Bio-Bratwürste an – also keine direkte Konkurrenz zur klassischen Ware. Wer bei uns eine Bratwurst möchte, der bekommt quasi automatisch eine Bio-Bratwurst.